POL-ANK: Mehrere Personen auf Greifswalder Kraftwerk lösen Polizeieinsatz aus

10. September 2021 0 Von Radio Hunteburg

Greifswald (ots) –

Die Polizei wurde heute Morgen (10.09.2021, 07:20 Uhr) darüber informiert, dass sich mehrere Personen auf dem Schornstein und auf dem Vordach des Blockheizkraftwerkes in der Kapaunenstraße in Greifswald befinden. Eine weitere Person hielt sich auf einem angrenzenden Baum auf. Zudem wurden mehrere Banner und Transparente mit Bezug zur aktuellen Klimapolitik aufgehängt. Da für die Personen auf dem Kraftwerk Lebensgefahr bestand, wurde die Anlage vorübergehend außer Betrieb genommen, weshalb es zu Einschränkungen in der Versorgung (Warmwasser, Heizung) der Greifswalder Innenstadt kam.

Unmittelbar nach Bekanntwerden wurden mehrere Streifenwagen des Polizeihauptreviers Greifswald zum Einsatz gebracht. Zudem unterstützten Beamte der Berufsfeuerwehr Greifswald und Kräfte des Höheninterventionsteams sowie der Verhandlungsgruppe der Polizei MV die Maßnahmen vor Ort.

Die Polizei stufte das Verhalten der insgesamt sechs Personen als Versammlung ein und nahm Kontakt zu ihnen auf. Zwischenzeitlich kam eine Versammlungsteilnehmerin von der Anlage herunter und versuchte zu flüchten. Die Frau konnte von der Polizei gestoppt und deren Identität geklärt werden.

Während des Einsatzes versuchte die Polizei mehrfach, die restlichen Versammlungsteilnehmer kommunikativ dazu zu bewegen, freiwillig den Schornstein bzw. das Vordach des Kraftwerkes zu verlassen. Kräfte der Verhandlungsgruppe versuchten im Korb des Leiterwagens der Berufsfeuerwehr an die beiden Versammlungsteilnehmer auf dem Vordach vorzudringen und das Gespräch zu suchen. Da auch diese Maßnahme ohne Erfolg blieb, wurden die beiden Personen durch Kräfte des Höheninterventionsteams gesichert und anschließend mithilfe des Leiterwagens vom Vordach nach unten gebracht.

Die beiden anderen Teilnehmer, die sich am Schornstein und auf dem Baum befanden, kletterten daraufhin ebenfalls herab und wurden zum Teil durch die Polizei unterstützt.

Da die Identität von den drei Teilnehmern, die sich zuletzt am Schornstein und auf dem Vordach befanden, nicht geklärt werden konnte, wurden sie zur Polizeidienststelle verbracht.

Die Polizei hat mehrere Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Zudem werden durch die Polizei und die Feuerwehr geprüft, ob einzelnen Personen die Kosten des Einsatzes auferlegt werden können.