Trauer um engagierten Feuerwehrmann

Die Feuerwehr Osnabrück trauert um ihren langjährigen Ehrenstadtbrandmeister Josef „Seppel“ Rethschulte. Er ist am 8. April im Alter von 93 Jahren gestorben.

Rethschulte war ein Feuerwehrmann aus Passion. Im Alter von 26 Jahren trat er 1953 in die Freiwillige Feuerwehr Osnabrück Neustadt ein. 1960 noch als stellvertretender Ortsbrandmeister, wurde er 1966 Ortsbrandmeister, bevor er von 1972 bis 1988 das Amt des Stadtbrandmeisters wahrnahm und anschließend für zwei Jahre als Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes tätig war.

Neben zahlreichen Einsätzen in der Stadt Osnabrück, und im August 1975 auch bei einem Waldbrand in der Lüneburger Heide, setzte Josef Rethschulte in seiner Amtszeit als Stadtbrandmeister den Grundstein für eine neue Fahrzeugkonzeption der Feuerwehr Osnabrück. Er begleitete von Beginn an die enge Partnerschaft zwischen der Feuerwehr Osnabrück und der Feuerwehr aus der niederländischen Partnerstadt Haarlem.

Rethschulte leistete seinen Beitrag beim Ausbau des Funkwesens und dem Bau der Feuerwehrhäuser Neustadt, Stadtmitte, Sutthausen, Schinkel, Eversburg und Haste. Nach Erreichen der Altersgrenze für die Freiwillige Feuerwehr in Niedersachsen (62 Jahre), schied Josef Rethschulte nach 35 Dienstjahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst in der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück-Haste aus.

Auch nach dieser Zeit blieb er jedoch der Feuerwehr treu. 1988 trat er der Altersabteilung der Feuerwehr Osnabrück bei. Von 1999 bis 2008 leitete er die Altersabteilung als Vorsitzender.

Für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.

Beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehren, beim Neujahrsempfang des Stadtfeuerwehrverbandes und den monatlichen Treffen der Altersabteilung war Rethschulte ein gern gesehener Gast.

Seine Weggefährten beschrieben ihn als einen fröhlichen und positiven Menschen und für jeden ansprechbar. Er war ein Mann, der die gerade Linie verfolgte. Viele erinnern sich gerne an den “Medizinmann” der Feuerwehr Osnabrück. Sein Rat war in all den Jahren in der Feuerwehr Osnabrück bei Jung und Alt gefragt.

Das gemeinsame Abschiednehmen von ihrem Kameraden blieb der Feuerwehr Osnabrück in Corona-Zeiten verwehrt. Josef „Seppel“ Rethschulte wird der Feuerwehr in Zukunft fehlen.