Öffentliche Grünflächen und Wald sind kein Sammelplatz für alte Weihnachtsbäume

Die Weihnachtszeit ist vorbei, die Christbäume fangen demnächst an zu nadeln und haben ausgedient. Aber manche Belmer scheinen unsicher, wohin mit ihrem Weihnachtsbaum.

Dabei ist es mit einem alten „Tannenbaum“ (fast) nichts anderes, als mit normalem Gartenabfall. Er gehört zum Grünabfallplatz, zum Beispiel in Vehrte. Klein geschnitten, kann er auch in die Biotonne gegeben werden. Und wer mit seinem Weihnachtsbaum noch ein gutes Werk tun möchte, lässt ihn von den Jugendgruppen der Kirchengemeinden abholen oder bringt ihn als Tierfutter zum Zoo. Aber: Entsorgen des Baumes auf öffentlichen Grünflächen oder im Wald ist verboten und wird als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Jedes Jahr Anfang Januar bietet sich auf der Grünfläche an der Lindenstraße bei der Einmündung der Ringstraße das gleiche Bild: Ausgediente Weihnachtsbäume stapeln sich. Auch wenn einige Alt-Belmer aus einer Gewohnheit heraus der Meinung ist, dort könne man seinen Baum ganz offiziell hinbringen: In Belm gibt es seit Jahrzehnten keine öffentlichen Ablage- und Entsorgungsflächen mehr für den ausgedienten Weihnachtsbaum und der Gemeinde-Bauhof ist auch nicht für die Abholung zuständig. Wer seinen Weihnachtsbaum auf öffentlichen Flächen entsorgt, hinterlässt „Wilden Müll“ und begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wer erwischt wird, muss mit einer Strafe zwischen 40 und 100 Euro rechnen.

Kostenlos ist es dagegen auf dem Grünabfallplatz in Belm-Vehrte. In jedem Jahr bieten aber auch die Jugendgruppen der Kirchengemeinden eine Abholung der Tannenbäume direkt vor der Haustür an und kommen nach Anmeldung (Belm) gegen eine kleine Spende vorbei. Sammeltag in Belm und Icker ist in diesem Jahr am Samstag, 11. Januar.

In Belm sammelt der Eine-Welt-Arbeitskreis der Christlichen Jungen Gemeinde (CJG) ab 9 Uhr die ausrangierten Bäume ein. Der Arbeitskreis bittet dafür um eine kleine Geldspende für Projekte in Burkina Faso. Infos und Anmeldung unter www.weltladen-belm.de.
Im Ortsteil Icker sammelt ebenfalls ab 9 Uhr die katholische Jugend gegen eine kleine Spende die Weihnachtsbäume ein, die bis dahin an die Straße gelegt werden.