Große Resonanz auf digitale Nussbaum-Ausstellung des ZDF

Das ZDF präsentiert in ihrer Digitalen Kunsthalle viele berühmte Künstler: Lucas Cranach, Gerhard Richter oder Thomas Mann. Doch keine der digitalen Ausstellungen war laut ZDF so erfolgreich wie die des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum, die seit September online in der Digitalen Kunsthalle gezeigt wird.

Auch in der Presse erfährt die Ausstellung mit Abstand die größte Aufmerksamkeit. Einzelheiten zum Erfolg der Kooperation zwischen ZDF und dem Felix-Nussbaum-Haus werden dem städtischen Kulturausschuss in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 7. November, mitgeteilt.

Seine Bilder lassen niemanden unberührt. Im Exil und in Verstecken gemalt, zeigen die Werke Nussbaums die Hoffnungslosigkeit eines Verfolgten. „Auch wenn ich untergehe, lasst meine Bilder nicht sterben, zeigt sie den Menschen“, war sein Vermächtnis als Zeuge und als Opfer an die nachfolgenden Generationen, bevor er von den Nazis 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Für jeden weltweit zugänglich zeigt das ZDF in seiner Digitalen Kunsthalle nun 40 seiner Bilder aus der Sammlung des Felix-Nussbaum-Hauses.

Per Mausklick erleben die Besucher eine Zeitreise durch Leben und Werk Felix Nussbaums. Neben den Bildern können die Nutzer aber auch umfangreiche Hintergrundinformationen abrufen, die mit Fotodokumenten und Audiodateien lebendig aufbereitet sind. Ergänzt wird die digitale Ausstellung durch einen eigens für dieses Projekt vom ZDF produzierten Dokumentarfilm über die heute 95-jährige Cousine des Künstlers, Auguste Moses-Nussbaum.

Neben dem Museumsquartier waren bisher namhafte Häuser wie das Sprengel Museum Hannover, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Klassik Stiftung Weimar Projektpartner der Digitalen Kunsthalle.

Wegen der erfolgreichen Resonanz hat das ZDF eine Verlängerung der Laufzeit über den 31. Dezember 2019 hinaus in Aussicht gestellt. Die Digitale Kunsthalle gibt es im Netz unter der Adresse digitalekunsthalle.zdf.de zu sehen.

Die öffentliche Sitzung des Kulturausschusses findet statt am Donnerstag, 7. November, 17 Uhr, im Museum am Schölerberg, Raum „unter.Bau“, Klaus-Strick-Weg 10. Der Raum ist rollstuhlgerecht zu erreichen. Der Eintritt ist frei.