Vorgeschichte zum Anfassen und Mitmachen in Venne

Eine Zeitreise in die vorrömische Ära und ein großes Fest – das Sommerfest am Eisenzeithaus in Venne, zu dem der Förderverein Schnippenburg einlädt, ist beides und findet am Sonntag, 1. September, wird zum zwölften Male statt.

Sich mit Nachbauten der ältesten Jagdbögen sein Essen selbst erjagen, perfekte frühgeschichtliche Pfeile bauen oder dem Knochenschnitzer zuschauen, wie er aus Knochen und Geweih Harpune, Nähnadel, Würfel oder sogar Kämme herstellt – beim Sommerfest am Eisenzeithaus lässt sich sehr authentisch in die vorrömische Eisenzeit eintauchen. Dabei erstaunt es immer wieder, welche Handwerkstechniken und Materialkenntnisse die Menschen jener Zeit bereits besaßen. 

Spinnen und Färben

So wird auch in diesem Jahr wieder eine Silbertauschiererin zeigen, wie seinerzeit Werkzeug, Schmuck oder Waffen mit Silber veredeln konnte. In der Schmuckwerkstatt können sich auch die jüngsten Besucher ihren individuellen Schmuck fertigen, während man in der Wollwerkstatt beim Filzen die bunte Farbenpalette eisenzeitlicher Färbepflanzen kennenlernt oder beim Töpfern der frühgeschichtlichen Keramikherstellung nachspüren kann. Neben der Sprangtechnik wird auch die Flachsverarbeitung vorgeführt. Im Garten des Gehöfts kann man sich über eisenzeitliche Nutz- und Heilpflanzen informieren.

Zwischendurch wird es Führungen über das Gelände geben, bei denen der Förderverein Schnippenburg über das Leben in der Eisenzeit informiert. Auch ein Versteckspiel vom Survival-Experten Richard Vincent ist geplant.

Bronzeguss und Schmiedeesse

Die Freunde vom Sachsenhof Greven werden auch dieses Mal wieder ihre Fähigkeiten in der Metallverarbeitung, unter anderem beim Bronzeguss, unter Beweis stellen. Gleich nebenan kann man sich an einer eisenzeitlichen Schmiedeesse selbst erproben und versuchen, dem Geheimnis des Stahls auf die Spur zu kommen, indem man sich Eisenschmuck oder kleine Messer schmiedet. Alles selbst Gemachte kann man selbstverständlich mit nach Hause nehmen. An der eisenzeitlichen Feuerstelle wird nachempfunden, wie man schon vor über 2000 Jahren vom Korn zum selbst gebackenen Brot kam. 

Met und Brot oder Kaffee und Kuchen?

Wer sich sein Essen nicht selbst backen oder erjagen möchte, muss aber trotzdem nicht hungrig bleiben. Die „Caupona“ erfrischt mit mediterranen Fruchtzubereitungen, Weinen und – ganz stilecht – mit heimischem Met. Die Grundlage dafür schafft man am besten mit Bio-Bratwürstchen, Craftbieren, Limos, Schorlen und Kaffee, für die der Bioladen „Pusteblume“ sorgt, oder bei Kaffee und Kuchen, Suppe und Erfrischungsgetränken der Darpvenner Diele – sowohl in deren Gaststätte in der Nachbarschaft des Eisenzeithauses wie auch an einem Stand auf dem Festgelände selbst. Zudem wird es auch dieses Jahr wieder Forellen aus dem eisenzeitlichen Räucherofen geben. Der Förderverein des Venner Kindergartens ist auch mit seinem beliebten Waffelstand dabei und sorgt für süße Nachspeisen. Ein Fest also für die ganze Familie, bei dem Mitmachen und Ausprobieren ausdrücklich erwünscht ist und der Genuss nicht zu kurz kommt. 

Info: Sommerfest am Eisenzeithaus, Knostweg 4, in Ostercappeln-Venne am Sonntag, 1. September, von 11  bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei; Veranstalter ist der Förderverein Schnippenburg.