„Grobe Wilde“ aus Ostercappeln-Venne ausgezeichnet

Venne/Hannover. Die Landschlachterei Krischke aus Venne ist als „Kulinarischer Botschafter Niedersachsen 2019“ ausgezeichnet worden. Die entsprechende Urkunde für die Wurst „Grobe Wilde“ überreichte Ministerpräsident Stephan Weil in Hannover.

Lebensmittel wie die „Grobe Wilde“ sind etwas Besonderes. Zum zehnten Mal zeichnete der niedersächsische Ministerpräsident herausragende Lebensmittel von Herstellern aus niedersächsischen Regionen aus. Die ausgezeichneten Produkte dürfen ab sofort das Label „Kulinarischer Botschafter“ tragen. Weil überreichte die Urkunden für 60 Produkte an 45 Lebensmittelhersteller, darunter Bäckereien, Fleischereien und Brennereien. 

Regionale Herkunft

„Das Label steht für die herausragende Vielfalt regionaltypischer Spezialitäten und für Genuss aus unserem Land“, sagte der Ministerpräsident anlässlich der Verleihung. Der Wettbewerb um diese Auszeichnung leiste damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung und stärke die Agrar- und Ernährungsbranche insgesamt. Im Lebensmitteleinzelhandel sind Kulinarische Botschafter Niedersachsen ebenfalls gefragt. Auch hier wird das Label als Auszeichnung für Exzellenz, regionale Herkunft und Produktverantwortung geschätzt.

Ausgezeichnet wurden diesmal Spezialitäten wie die „Mummeleberwurst“ aus Braunschweig, ein „Eier-Gin“ aus Jork und ein Camembert aus Warpe im Landkreis Nienburg, aber auch Rapsblütenhonig aus Melle und die „Grobe Wilde“ aus dem Wittlager Land. Um das Label überhaupt verliehen zu bekommen, müssen sich die Produkte der Bewertung durch eine unabhängige, fünfköpfige Fachjury stellen.

Venne ist vorbildlich

Venner Fleischerware ist vorbildlich: Alle Kulinarischen Botschafter Niedersachsen sind Lebensmittel, die sensorisch, will heißen in Geschmack, Aussehen, Geruch und Haptik (Lehre vom Tastsinn) deutlich überdurchschnittlich in der jeweiligen Produktkategorie bewertet wurden und deshalb beispielgebend sind. Sie müssen meisterlich in kompromissloser Qualität hergestellt werden und dürfen keine schönenden oder verbilligenden Zusatzstoffe, Hilfs- oder Füllstoffe enthalten. Weitere Auswahlkriterien sind die Produktidee und eine authentische, transparente Produkt- und Unternehmensgeschichte.

Außerdem müssen sie in Niedersachsen hergestellt werden. In der unabhängigen, ehrenamtlichen Fachjury arbeiten Spitzenköche, Sensorik-Experten, Marketing-Fachleute und Produktentwickler mit. Beworben hatten sich in diesem Jahr insgesamt 77 niedersächsische Unternehmen mit 146 verschiedenen Produkten. Der Wettbewerb „Kulinarisches Niedersachsen“ ist ein niedersächsisches Erfolgsmodell.

Qualität als Erfolgsmodell

Seit 2010 wurden mehr als 1300 Lebensmittel zur Begutachtung und Verkostung eingereicht. 349 Produkte wurden seither ausgezeichnet, wie Peter Wachter von der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft mitteilt.

Die Landschlachterei Krischke aus Venne hat eine EU-Zertifizierung und eine QS-Zertifizierung. Qualität wird großgeschrieben. Fleisch, das bei Krischke verarbeitet wird, stammt aus eigener Schlachtung. Weitere Zutaten wie Gewürze stammen von renommierten Herstellern. Krischke verzichtet vollständig auf Fertigprodukte. Nach alter Handwerkstradition werden in Venne Rinder, Schweine, Schafe und Wild verarbeitet. Zudem wird in Bio-Qualität produziert.