TuS Sande gewinnt Nervenkrimi beim TSV Venne mit 9:6


Tischtennis-Landesligist TuS Sande hat auch sein zweites Saisonspiel gewonnen. In einem Nervenkrimi gewann das Sextett um Kapitän Sebastian Fengler knapp mit 9:6 beim TSV Venne, musste sich dazu aber mächtig strecken. Mann des Spiels war niemand aus dem Stammkader, sondern Ersatzmann Hannes Biele (2. Herren, Bezirksliga), der die letzte Einzelpartie gewann.

Fengler wusste bereits vor der Partie, dass die Vorzeichen nicht gut standen: „Lukas Meinen musste kurzfristig wegen Krankheit absagen. Dafür sprang Hannes in die Bresche.“ Die Eingangsdoppel verliefen verbesserungswürdig. Wie schon beim Saisonauftakt konnten nur Fengler/Oliver Lindner (3:0 gegen Manfred Titgemeyer/Björn Büttner) klar gewinnen. Die anderen beiden Partien gingen knapp an den Gastgeber. Als dann Lindner gegen Kühn klar verlor, war klar, „dass die Hausherren sich ordentlich was vorgenommen hatten“ (Fengler).

Die Euphorie des Venner Publikums bremste Fengler allerdings selbst aus, da er auf jede Spielsituation die richtige Antwort wusste und somit einen überzeugenden 3:0-Sieg gegen Titgemeyer davontrug.

Das mittlere Paarkreuz der Sander machte es des dem Führungsakteur nach und holte zwei wichtige Zähler. Fengler lobte: „Das war unser Prachtstück an diesem Tag. Henning Hartmann spielte gegen den starken Neuzugang Christoph Willeke smart und glich aus. Philipp Meinen fand die richtige Taktik gegen das offene Spiel von Alexander Dermer und sorgte für unsere erste Führung.“

Diese wurde im unteren Paarkreuz verteidigt. Punktegarant Frank Black hatte gegen Stefan Meinert-Moog viel weniger Probleme als selbst angenommen (3:0). Biele stand – wie befürchtet – gegen Oliver Büttner auf verlorenem Posten (0:3). Zur Wende lagen die Friesen mit 5:4 in Front, jedoch verpasste es Fengler, im Spitzenduell gegen Kühn nach einer 3:18-Punkteserie des Gegners seine Aufholjagd zu krönen und gab sich mit 2:3 geschlagen.

Noch knapper ging es zwischen Linkshänder Lindner und Titgemeyer zu. In dem ansehnlichen Spiel verschoss der Sander bei 9:9 im Entscheidungssatz laut eigener Aussage einen „Elfmeter“, und Venne führte mit 6:5. Im Anschluss glich Hartmann nervenstark gegen Dermer aus (3:2). Auch Meinen spielte taktisch clever und bezwang Willeke (3:1). Die erneute Sander Führung schraubte Black durch ein 3:1 gegen Büttner auf 8:6 hoch. Der Punktgewinn war bereits realisiert, doch es sollte mehr gehen – dank Matchwinner Biele.

Sandes Ersatzmann bot Meinert-Moog überraschend ein Spiel auf Augenhöhe, weil er die ihm geratenen taktischen Mittel clever umsetzte und seinem Gegner obendrein in Sachen Kondition meilenweit voraus war. „Nervenstark tütete Hannes den fünften Satz ein – und der viel umjubelte 9:6-Sieg war perfekt“, freute sich Fengler.