Mitarbeiter von Spes Viva Ostercappeln bilden sich fort


Im vergangenen Herbst erhielt die Hospizinitiative Spes Viva Projektgelder aus der NDR-Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband (DHPV) stattfand.

Das geförderte Projekt umfasst in diesem Jahr vier Fortbildungswochenenden, die den Ehrenamtlichen Kraft für ihre emotional fordernde Arbeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung geben sollen. Die Kurse fördern das Miteinander in der Gruppe und bieten nicht zuletzt eine Atempause im Alltag.

Die erste dieser vier Atempausen fand kürzlich im Seminarhaus „Rondo“ in Lembruch am Dümmer See statt. 17 Teilnehmer befassten sich gemeinsam mit Referent Frank Biehl aus Bad Bederkesa mit der Einführung in systemisches Denken und Handeln. Dem liegt die Überlegung zugrunde, dass Menschen immer auch in Systemen eingebunden sind, sei es die Familie, der Kollegenkreis oder andere Gruppen und Zusammenhänge.

 

Systemischer Ansatz

Dieser systemische Ansatz vermittelt auch, dass jeder Mensch individuelle Ressourcen in sich trägt, die wertzuschätzen sind. In dieser wertschätzenden Haltung wollen die Mitarbeiter von Spes Viva, den Menschen begegnen, die sich ihnen anvertrauen. „Wichtig ist hier, dass nicht wir Lösungen liefern, sondern die Betroffenen dabei begleiten, dass sie selbst Wege und Strukturen für sich finden“, sagt Spes-Viva-Geschäftsführerin Sandra Kötter.

Beim Seminar wurde der theoretische Hintergrund dieses Ansatzes ebenso vermittelt wie Hinweise für die darauf basierende Kommunikation in der Praxis. Ergänzt durch Übungen und Diskussionen gewannen die Teilnehmer wertvolle Hinweise und Erkenntnisse für die Arbeit in der Begleitung.