2017 vier besondere Wahllokale im Wittlager Land


Am kommenden Sonntag, 24. September, findet die Bundestagswahl statt. In den drei Gemeinden des Altkreis Wittlage sind knapp 29.000 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt.

In der Gemeinde Bad Essen sind es 11.690 Wähler, in Bohmte 9.894 und in Ostercappeln 7.397. In allen drei Kommunen ist die Zahl der Wahlberechtigten im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 leicht angestiegen. Diese Zahl sagt natürlich nichts darüber aus, wie viele Bürger tatsächlich von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen. Vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung in der Gemeinde Bad Essen bei 71,5 Prozent, in der Gemeinde Bohmte bei 71,2 und in der Gemeinde Ostercappeln bei 75,4 Prozent.

Mehr Briefwähler

Wahlberechtigt ist , wer am Wahltag Deutscher ist, das 18. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens drei Monaten in Deutschland eine Wohnung hat. Mehr als zehn Prozent der Wahlberechtigten im Wittlager Land haben bereits ihre Stimme abgegeben. Sie haben die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Die Zahl der Briefwähler steigt seit Jahren stetig. Die Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Repräsentative Wahlstatistik

In insgesamt vier Wahllokalen gibt es am Sonntag eine Besonderheit. Sie liefern Daten für die Durchführung einer repräsentativen Wahlstatistik erfolgen. In der Gemeinde Ostercappeln sind die Wahlbezirke Hitz-Jöstinghausen/Nordhausen, Ostercappeln-Süd und Vorwalde-Süd einbezogen. In der Gemeinde Ostercappeln sind erstmals Wahllokale für diese Erhebung ausgewählt worden. „Zumindest seit 2001“, merkt Fachdienstleiterin Heike Klatka an. Seitdem ist sie nämlich für die Wahlen in der Kommune zuständig. „In der Gemeinde Bad Essen ist es 2017 das Wahllokal in Wimmer“, so Fachdienstleiter Robert Wellmann. In Bohmte gebe es kein „ausgesuchtes Wahllokal“, so Kerstin Schubert von der Verwaltung.

Mit Unterscheidungsaufdruck

Worum geht es bei der repräsentativen Wahlstatistik? In diesen vier Bezirken (Wahllokalen) sind die Stimmzettel im oberen Bereich mit einem Unterscheidungsaufdruck nach Geschlecht und Alter versehen. So können Daten über die Stimmabgabe der Wählerinnen und Wähler für die einzelnen Parteien nach Geschlecht und Altersgruppen ermittelt werden. Außerdem erfasst die repräsentative Wahlstatistik durch Auszählung der Wählerverzeichnisse die Geschlechts- und Altersgliederung der Wahlberechtigten und ihre Beteiligung an der Wahl. Welche Altersgruppe wählt welche Partei? Wählen Frauen andere Parteien als Männer? Antworten auf diese und ähnliche Fragen wird die Auswertung dann später .

Wahlgeheimnis bleibt gewahrt

„Bei Verwendung der Stimmzettel mit Unterscheidungsaufdruck ist eine Verletzung des Wahlgeheimnisses ausdrücklich ausgeschlossen“, betonen die Kommunen. Es lässt sich natürlich nicht verfolgen, wer für welche Partei und welchen Kandidaten gestimmt hat. Wahlberechtigte aus diesen vier Wahlbezirken, die Briefwahl beantragen, erhalten einen Stimmzettel ohne Unterscheidungsaufdruck. Die Briefwahlbezirke werden mit in die repräsentative Wahlstatistik einbezogen.