Sanierung des Lutterdamms in Venne hat begonnen


Die Sanierung des Lutterdamms in Venne hat begonnen. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben Vertreter von Kommune, Planungsbüro und Baufirma am Mittwoch den offiziellen Startschuss gegeben. Rund eine Millionen Euro kostet das Vorhaben.

Die Bauarbeiter sind allerdings schon am Montag angerückt. Auf dem ersten Bereich der 5,2 Kilometer langen Strecke ist die Deckschicht bereits abgefräst worden. „Es fährt sich jetzt schon viel besser auf der Straße als vorher….“, stellten Anwohner und Teilnehmer des Ortstermins fest. Die Fräsarbeiten sind natürlich nur der erste Schritt der Sanierung der Gemeindestraße. Das Bauteam der Firma Koldewei Straßen- und Tiefbau GmbH aus Schwaförden im Landkreis Diepholz arbeitet sich von der Grenze zu Kalkriese in Richtung Hunteburg bis zur Einmündung Vördener Straße vor.

Durchfahrt Richtung Bramsche gesperrt

Es gibt keine überörtliche Umleitungsbeschilderung, da es sich beim Lutterdamm um keinen überregionalen Verkehrsweg handelt – zumindest auf dem Papier. Seit dem 7. August ist die Durchfahrt Richtung Bramsche gesperrt, darauf weist ein großes Schild hin. Anlieger und Zulieferer können die Grundstücke während der Bauphase bis Mitte Oktober aber erreichen,.

Das Dorfentwicklungsprogramm

Möglich geworden ist die Sanierung in diesem Jahr durch die Förderung des Dorfentwicklungsprogramms. Dadurch reduziert sich die Belastung deutlich. 73 Prozent der Kosten werden über Zile-Mittel – das sind Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung – abgedeckt. Das heißt, 27 Prozent der Kosten verbleiben bei Gemeinde und Anliegern. Die Förderung bedeutet zugleich aber, dass der Zeitplan sehr eng getaktet ist.Nach der Zusage der finanziellen Förderung durch das Amt für regionale Landentwicklung (ArL), der Ausschreibung und der Auftagsvergabe verbleiben jetzt nur wenige Wochen, bis das Projekt abgeschlossen sein muss.

Sehr schlechter Zustand

Die Straße befindet sich schon seit vielen Jahren in einem sehr schlechten Zustand. Die bituminöse Straße hat eine Oberfläche mit Verwerfungen und Absackungen. Die gewölbte Fahrbahn mit ausgeprägten Fahrspuren weist eine starke Rissbildung, durchgehende Kantenabbrüche und Löcher auf. Neben einer durch den Straßenkörper wachsenden Vegetation ist zudem der Wasserabfluss vom Straßenkörper stark behindert. Auf der Strecke gilt daher Tempo 50. „Der Unterbau ist aber in durchaus gutem Zustand“, merkten Reinhard Kock vom Ingenieurbüro Tovar und Partner aus Bersenbrück und Ostercappeln Gemeindebürgermeister Rainer Ellermann an. Zumal, wenn man bedenke, dass an der Straße seit Jahrzehnten nichts gemacht wurde.

Mutterboden und Einsaaten

In den kommenden Wochen werden jede Menge Erde und Material bewegt. Die Ausbaubreite des Lutterdamms beträgt 4,50 Meter. 2.500 Kubikmeter Bodenbewegungen sind erforderlich. Für die Schottertragschicht werden 12.000 Tonnen Material benötigt und auf 21.000 Quadratmeter werden Mutterboden und Einsaaten ausgebracht.