Ostercappelner Gästebuch mit Eintag ins Sanskrit


Einen Eintrag ins Sanskrit – genauer gesagt in der Devanagari Schrift – gab es bislang noch nicht im Gästebuch der Gemeinde Ostercappeln. Das hat sich am Freitag geändert.

Der Sprachwissenschaftler Jean-Claude Muller aus Luxemberg hat den Eintrag vorgenommen – zum Glück mit Übersetzung. Er begleitet in diesen Tagen Prakash Gorbahadur und Raju E. Raphael aus dem indischen Bundesstaat Kerala, die auf den Spuren des Ostercappelner Missionars und Gelehrten Johann Ernst Hanxleden unterwegs sind. Ebenfalls zu Gast ist David Thekumthala aus Berlin.

Berühmte Person

Er stammt aus Kerala und hat vor zehn Jahren mit der Gemeinde Ostercappeln und dem verein „Starkes Dorf“ Kontakt aufgenommen. „Wissen Sie, welche Indiens berühmte Person aus ihrer Gemeinde stammt?“. So lautete damals die Frage, die 2007 (noch) nicht besonders erschöpfend beantwortet werden konnte. „Das hat sich inzwischen geändert“, sagte Bürgermeister Rainer Ellermann.

Es gebe aber noch einiges zu tun, merkte Jean-Claude Muller an: „Hanxleden muss bekannter werden“. Der Wissenschaftler regte an, doch eine Straße in Ostercappeln nach Hanxleden zu benennen.

Grammatiken und Wörterbücher

Im Namen der Gäste dankte Thekumthala insbesondere dem „Starkes Dorf“ mit Franz Kalhlert, die den Aufenthalt möglich gemacht haben. Spuren des Indienmissionars, Forschers, Verfassers von Grammatiken und Wörterbüchern und Komponisten religiöser Lieder, die bis heute in Kerala gesungen werden, gibt es nicht nur in Ostercappeln. Zum Programm gehörten Besuche in Blasheim mit einer Führung durch die Dorfkirche und der Besichtigung des Gutes Groß-Eickel sowie ein Gespräch in Osnabrück mit Generakvikar Theo Paul und der Besichtigung des Carolinums.

Hoffen auf 300 weitere Jahre

Vor rund 320 Jahren brach Hanxleden nach Indien auf. „Diese Verbindung sollte an die nächsten Generationen weitergegeben werden. Ich hoffe auf weitere 300 Jahre“, so Thekumthala.