Wetter macht beim 54. Wittlager Kreisschützenfest Stress


Was gehörte am Samstag unbedingt zum 54. Wittlager Kreisschützenfest in Bohmte? Der Blick zum Himmel und die Wetterabfrage auf dem Smartphone. Und letztlich behielt der Wetterbericht recht. Es blieb trocken und pünktlich zum Festumzug schien sogar die Sonne.

So oder so gilt: Waren es im Vorjahr in Hunteburg Hitzegrade, die beim Kreisschützenfest alle ins Schwitzen brachten, so war es 2017 eine Kaltfront, in die allerlei Regenschauer eingebaut waren. So mancher Teilnehmer des abendlichen Festumzugs hatte den Regenschirm dabei – vorsichtshalber. Benötigt wurde er nicht. Entsprechend konnten auch die Traditionsfahren aus den schützenden Hüllen befreit werden.

Nach und nach trafen die Schützenvereine des Wittlager Landes, aus der Partnerstadt Gützkow und die Musikzüge ein. Wer mit dem Bus kam, formierte sich im ZOB und marschierte gemeinsam auf den Bahnhofsvorplatz. Die vorgesehenen Standorte markierten Schilder, die Kinder und Jugendlichen des TV 01 und der Jugendfeuerwehr hochhielten.

Zum Wesentlichen kommen

Die Begrüßung vor dem Umzug hielt der Bohmter Schützenpräsident Dirk Sieker bewusst kurz. Er meinte: „Wir wollen ein schönes Kreisschützenfest feiern. Damit wir zum Wesentlichem, dem Feiern, kommen, beende ich hiermit meine Ansprache.“

Zu den Ehrengästen gehörte auch Landrat Michael Lübbersmann. Er lobte die Wittlager und sagte: „Ich freue mich, dass so viele Schützen hier zusammengekommen sind.“

Der Landtagsabgeordnete Clemens Lammerskitten ergänzte: „Dank gilt allen Ehrenamtlichem, die dafür sorgen, dass das Schützenwesen hier so hochgehalten wird und ein solches Fest gefeiert werden kann.“

Bürgermeister Klaus Goedejohann sprach vom „schönen bunten Bild vor dem Bahnhof“ und vom „wunderschön geschmückten Ort“. Außerdem ging er auf die Fahnen am gegenüberliegenden Rathaus ein, die anlässlich der Trauerfeier für Altkanzler Helmut Kohl auf halbmast wehten. „Wir sind dankbar, dass er für die Vereinigung Deutschlands gewirkt hat. Sonst könnten wir nicht zusammen mit den Freunden aus Gützkow feiern.“

Jonny Otten gratuliert

Jonny Otten, der Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes, gratulierte dem Bohmter Schützenverein zum 125. Geburtstag. Er sagte: „Ein Verein kann nur solange überleben, wenn es Motoren gibt, die vorangehen und die anderen mitziehen.“ Er fügte hinzu, dass die Schützen die Ärmel hochkrempeln und sich auf ihre Stärken besinnen könnten. Weiter sagte er: „Wir Schützen dürfen uns nicht von unseren Gegnern verrückt machen lassen. Vielmehr müssen wir Erwachsenen dafür sorgen, dass es in den Schützenvereinen Angebote gibt, die bei den Jugendlichen ankommen.“

Bei Sonnenschein formierte sich der Umzug, der vom Bahnhofsvorplatz, abgesichert durch die Freiwillige Feuerwehr Bohmte (auch an den Straßen, die eingemündeten), über die Bremer Straße und die Straße Am Schwakenhofe zum Festgelände zog.