In Stirpe-Oelingen werden 6,5 Millionen Euro investiert


Ein großes Baugebiet erfordert ebensolche Investitionen, bevor die ersten Häuser entstehen können. Das gilt auch für das geplante Baugebiet „In der Oelinger Heide“, das sich zwischen Bundesstraße 51 und der Straße „Am Schützenplatz“ westlich an die bestehende Wohnbebauung in Stirpe anschließt.

Der gesamte Bereich, den es zu überplanen gilt, ist nach Angaben von Fachdienstleiter Alf Dunkhorst rund 14 Hektar groß. Der Ortsrat Herringhausen-Stirpe-Oelingen hatte einstimmig dafür votiert, mit den Planungen zu beginnen. Entsprechend gilt es, den dazugehörigen Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplans aufzustellen.

Bedingt durch die beträchtliche Nachfrage nach Bauland in Stirpe-Oelingen-Herringhausen und in der gesamten Gemeinde Bohmte soll die notwendige Bauleitplanung im Parallelverfahren erfolgen. Schon in der Juni-Ortsratssitzung hatte Dunkhorst in der Gemeinschaftshalle in Stirpe-Oelingen darauf verwiesen, dass möglicherweise Mitte des Jahres 2018 die Erschließung beginnen könne und Grundstücke zu haben seien.

Vorgesehen ist, die komplette Abwicklung einschließlich Ankauf der Flächen, Kosten der Bauleitplanung, Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen, Vermessung, Erschließung und die Vermarktung über die Kommunale Siedlungs- und Entwicklungsgesellschaft Wittlage (KSG) abzuwickeln.

Erhebliche Investitionen

Veranschlagt sind für den Erwerb der Flächen 3.000.000 Euro (einschließlich Vertragsnebenkosten), 2,9 Millionen Euro für Straßenbau, Vermessung, Kompensationsmaßnahmen). Weitere Kosten sind mit 10 Prozent dieser Summe angesetzt, so dass rund 6,5 Millionen Euro über Darlehen finanziert werden müssen. Über Summe beschoss der Gemeinderat Bohmte die Übernahme einer Ausfallbürgschaft. Derartige Bürgschaften, die die Zinskosten der Darlehen verringerten, so hieß es, habe der Rat bereits wiederholt übernommen. In Anspruch seien sie noch nie genommen worden.

Fest steht, dass ein Bebauungsplan ausschließlich für Fläche innerhalb des Areals aufgestellt werde, die auch tatsächlich der Gemeinde zur Verfügung stehen. Würden die gesamten 14 Hektar bebaut, könnten nach und nach zwischen 80 und 120 Häuser Platz finden.