Dankbar für das mehr als fünfjährige Wirken in Bohmte


„Wer nicht schätzen kann, was er hat, wird nicht schätzen, was er bekommt.“ So fasste Clemens Brunsen, der mehr als fünf Jahre Leiter der Bohmter Oberschule (zunächst der Haupt- und Realschule) gewesen war, die Situation an seinem letzten Schultag zusammen.

In der Aula der Oberschule hatten sich viele Gäste eingefunden, die diesen Tag miterleben und danke sagen wollten. Vertreter des Schulträgers waren ebenso am Montagmittag dabei wie solche aus der Politik, der Wirtschaft, der Nachbarschulen (nicht nur aus Bohmte) und der Schule – vom Kollegium über Mitarbeiter bis hin zu Ehemaligen.

Die Begrüßung übernahm Helmut Buß, der Brunsen während seiner Zeit an der Bohmter Schule als Stellvertreter begleitet hatte. Für die musikalische Begrüßung war die Trommelgruppe zuständig – mit brasilianischen Klängen. Später folgten Darbietungen der Schülerband, in der auch Jugendliche mitwirken, die ihren Schulabschluss bereits in der Tasche haben, und das Klavierstück von Anika Wilker „Time goes by“ hatte sich Brunsen gewünscht.

Dank des Schulträgers

Bürgermeister Klaus Goedejohann sagte: „Es gelte, mit Dankbarkeit und Stolz auf 5,5-jähriges Wirken in Bohmte zurückzublicken.“ In der Zeit sei unglaublich viel passiert – bis hin zur Fertigstellung der Mensa. Er fügte hinzu, dass Clemens Brunsen immer das Team, das hinter ihm stand, wichtig gewesen sei. Ziel des Schulleiters sei es gewesen, Schule nicht nur als Lern- sondern als Lebensort zu gestalten. Goedejohann hatte drei Geschenke parat: Blumen für Ehefrau Agnes, eine Radelkarte (Brunsens fahren gern Rad), bei der eine Tour nach Bohmte führt und einen Bohmter Gutschein.

Ein feiner Kerl

Im Namen des Personalrats der Schule sprach Jan Cordes. Seine Zusammenfassung lautete „Sie sind ein feiner Kerl.“ Als einen Grund für diese Einschätzung führte er an, dass Brunsen durchaus bereit gewesen sei, von eigenen Vorstellungen Abschied zu nehmen, wenn sie im Kollegium nicht auf die erwartete Resonanz stießen. Das Abschiedsgeschenk solle auf Great Britain (schließlich ist Brunsen Englischlehrer) einstimmen. Mit dazu gehörte eine Stofftasche, die man bei ihm nie gesehen habe, mit dem Konterfei der Queen.

Andreas Pelster und Simone Kreienkamp vom Schulelternrat lobten die starke Bindung des Schulleiters zu den Eltern und schickten Brunsen „ein bisschen auf Reisen“. Als Schülersprecherin sagte Lilia Ouchikh: „Wir haben Sie als engagierten, geduldigen und lustigen Lehrer und den Verwalter der Handys kennengelernt.“ Dem Wunsch „Behalten Sie uns in guter Erinnerung“ konnten vermutlich alle Versammelten zustimmen.

Ruhestand genießen

Regierungsschuldirektorin Martina Westerkamp forderte den scheidenden Schulleiter auf, den Ruhestand zu genießen. „Das ist eine neue große Aufgabe.“ Seine Berufstätigkeit sei gleichermaßen von Beständigkeit und Vielfalt geprägt gewesen. Beständigkeit, weil er drei Jahrzehnte an der Domschule Osnabrück unterrichtetem bevor er sich entschlossen habe, sein Wissen an vorderster Front als Schulleiter in Bohmte einzubringen. Vielfalt, weil er die Domschule als Basisstation nutzte, um in unterschiedlichen Funktionen an der Weiterentwicklung und Verbesserung von Unterricht mitzuwirken.

Schätzen, was wir haben

Brunsen hatte das letzte Wort. Er unterstrich: „Glück und Zufriedenheit haben damit zu tun, das zu schätzen, was wir haben.“ Wer auf Unerreichtes schaue, werde leicht unzufrieden. Er ergänzte: „Vermutlich braucht man schlechte Tage, um die guten schätzen zu können.“ Und gute Tage hatte er offenbar in Bohmte gehabt. Brunsen sprach von dem guten Schulträger, dankte Dienstvorgesetzten der Landesschulbehörde, dem aufgeschlossenen und stets hilfsbreiten Kollegium, den Schulverwaltungsfachkräften, die er als eine der Säulen der Schule bezeichnete, dem Schulleiterteam mit Helmut Buß und Frank Ahlbrink, Hausmeister, Schulsozialarbeitern, Schulelternrat, dem Caterer der Mensa und dem Küchenteam und dem Raumpflegeteam. Er endete mit den Worten: „Als ich im April 2012 in Bohmte begonnen habe, versprach ich „I‘ll do my very best“, heute sagte ich: „I hope I did it.“