Bohmter Schulhof in der Liste der priorisierten Projekte


Es geht voran mit der Dorfentwicklungsplanung in den drei Ortschaften der Gemeinde Bohmte. Am Donnerstagabend beschloss der Gemeinderat in der Sitzung im Kotten an der Schulstraße das von Bürgern mit erarbeitete Dorfentwicklungskonzept – bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung.

Das wiederum bedeutet, dass der durchaus ehrgeizige Zeitplan, der noch einmal gestrafft wurde, weitergeführt werden kann. Am Dienstag, 20. Juni, finden die Plananerkennungsgespräche beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Osnabrück statt. Bei positivem Ausgang findet am selben Tag um 19 Uhr in der Wilhelm-Busch-Schule in Hunteburg die zweite Bürgerversammlung zum Start in die Umsetzungsphase statt.

Eng getakteter Zeitplan

Für diese Phase wird ein Planungsbüro benötigt. Fünf Büros wurden angefragt, Abgabeschluss der Bewerbung, so Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann in der Sitzung, ist der 11. Juli. Die Auswahl trifft eine Kommission, die aus Verwaltungsausschuss, Bürgermeister Klaus Goedejohann, Tanja Strotmann und Fachdienstleiter Alf Dunkhorst besteht. Die Bewerber stellen ihre Angebote der Kommission vor. Unmittelbar nach der Entscheidung kann die Arbeit des ausgewählten Büro beginnen. Bis zum Stichtag 15. September, bis zu dem ausgearbeitete Anträge vorliegen müssen, bleibt ohnehin nicht viel Zeit. Wichtig ist die Begleitung auch für private Maßnahmen, die mit 30 Prozent gefördert werden.

Vorschläge der Ortsräte

Einigkeit herrschte im Gemeinderat, dass es sinnvoll ist, den Vorschlägen der Ortsräte hinsichtlich der Priorisierung konkreter Maßnahmen zu folgen. Bohmte hat demnach den Mehrgenerationenspielplatz vorn auf der Liste, Herringhausen-Stirpe-Oelingen die Sanierung der Schützen- und Gemeinschaftshalle und Hunteburg die Aufwertung der Markfläche des Hunteburger Ponymarktes.

Marcus Unger (CDU) sagte: „Wir wollen möglichst viel umsetzen, dürfen aber die Finanzen nicht aus den Augen verlieren.“ Hingewiesen wurde noch einmal darauf, dass kommunale Maßnahmen mit 63 Prozent gefördert werden, entsprechend 37 Prozent selbst aufgebracht werden müssen. Das wiederum soll (möglichst) ohne neue Verschuldung geschehen. Thomas Rehme (SPD) unterstrich: „Das Programm ist eine große, große Chance. Wenn nur 50 Prozent der Ideen verwirklicht werden, sieht die Gemeinde anschließend anders aus.“

Etwas Unerwartetes geschah dann in der Sitzung. Aus den drei priorisierten Projekten wurden nämlich vier. Bodo Lübbert (CDU) regte an, die Neugestaltung des Schulhofs der Oberschule in die Liste aufzunehmen. Rund 500 Jugendliche hatten an einer Internetumfrage teilgenommen. Und der Schulhof wurde als Wunsch eindeutig am häufigsten genannt. Helmut Buß (SPD) richtete ausdrücklich Dank an die Jugendlichen für ihre Beteiligung. Beifall folgte seinen Worten – und der einstimmige Beschluss das Projekt Schulhof, das die gesamte Gemeinde angeht, ist die Liste der priorisierten Projekte auszunehmen.