Bohmter Goldpaar lernte sich in Bad Essen kennen


„Es war eine sehr, sehr schöne Feier“, sagen die beiden Bohmter, Dieter und Irmgard Ellebrecht, geborene Vortmeyer. Und dabei hatte sich erst ziemlich kurzfristig entschieden, ob sie überhaupt so stattfinden konnte. Für die Goldbraut war nämlich ein Krankenhausaufenthalt dazwischengekommen.

Dass das Goldpaar im Juni 1967 in Bohmte heiraten konnte, hat eine längere Vorgeschichte. Irmgard Ellebrecht wurde in Schweignitz (Schlesien) geboren und gelangte 1944 mit ihren Eltern nach Bohmte. Dieter Ellebrecht erblickte in Osnabrück das Licht der Welt, wohnte später in Dahlinghausen und Bad Essen. Der Kurort übernahm eine weitere wichtige Rolle. Genau genommen der Arbeitsplatz des Goldpaares. Sie war im Kriegsversehrtenheim an der Bergstraße tätig, er gehörte zu den Malern, die dort Renovierungen durchführten. Er sagt: „Wenn es dort ein hübsches Mädchen gibt, geht man gerne hin.“

Am Tag des Mauerbaus

Es wurde mehr daraus. Dass sich das Paar, das seit 50 Jahren verheiratet ist, an den ersten gemeinsamen Ausflug mit dem Heinkelroller bis heute exakt erinnert, hat einen historischen Grund: Der 13. August 1961 ist der Tag des Mauerbaus.“

„Ich bin keinen einzigen Tag in meinem Leben stempeln gegangen“, sagt Dieter Ellebrecht mit gewissem Stolz. Somit war er 48 Jahre und 10 Monate als Maler (davon einige Zeit in der Berghofklinik) tätig. Die Ausbildung hatte er bei Maler Lange absolviert – und nach den anderen Stationen war er dort wieder tätig. Allerdings hieß die Firma nun Hiese.

Aus der ehe gingen zwei Kinder hervor, eine Tochter und ein Sohn. Zwei Enkelkinder vervollständigen die Familie. Hobbys hat das Goldpaar ebenfalls. Beide engagieren sich im Heimat- und Wanderverein, organisieren Fahrten. Sie arbeitet mit Begeisterung im Garten, und er bringt sein Können als Maler bei Bedarf in der Kirchengemeinde St. Thomas ein.

Allen Gratulanten, dazu gehörten auch die Vertreter der Gemeinde und der Ortschaft Bohmte, Thomas Rehme, Marcus Unger, und Mathias Westermeyer, schließt sich auch das „Wittlager Kreisblatt“ mit den besten Wünschen an.