Konzert der Schulchöre in St. Nikolai Bad Essen


Das es wie in einem Bienenstock in der Bad Essener St. Nikolai-Kirche summt, erlebt das Gotteshaus sicher nicht sehr oft. Doch beim Adventskonzert der Schulchöre des Gymnasiums Bad Essen war das so.
Aber kaum dass der Juniorchor sowie der Mittel- und Oberstufenchor von Inga Rumpf „You make my day“ sang wurde es im Gotteshaus schlagartig mucksmäuschenstill. Dort erlebten die Besucher dann farbenreiche Chormusik mit kindlichen und jugendlichen Sängerinnen und Sängern, die die Kirche zu einem Raum voller Musik und Emotionen machten. „Unsere öffentlichen Aktivitäten haben sich in der letzten Zeit entwickelt“, freut sich Chorleiter Timm Hartmann besonders. So habe man beispielsweise am Ende der jährlichen Probentage im November auf Norderney einen Auftritt in der Evangelischen Inselkirche gehabt.

 
Auf dem Weihnachtsmarkt
„Wir haben aber auch auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Essen gesungen sowie am dritten Advent mit dem Solochor den Gottesdienst in der St. Nikolai-Kirche in Bad Essen mitgestaltet“, berichtet ein sichtbar zufriedener Musiklehrer, der die Kinder und Jugendlichen während des Konzertes verhalten am Klavier begleitete und so den Gesang noch unterstrich.
„Ich freue mich, dass unsere Chöre im vierten Jahr ihres Bestehens auf so eine beachtliche Größe angewachsen sind. Und dass so viele Schülerinnen, aber auch Schüler sich einig sind in ihrer Begeisterung für das gemeinsame Singen und das gemeinsame Musizieren“, zeigte sich Schulleiterin Sylva Schlie in ihrer Begrüßung beeindruckt, dass inzwischen den Vokalgruppen rund 70 Choristen angehören.

 
Chorprobentage auf Norderney
Weiter verdeutlichte Schlie: „Unsere Chöre unter der Leitung von Herrn Hartmann haben seit den Sommerferien ein umfangreiches Programm vorbereitet. Das ist beachtlich wenn man bedenkt, dass wir gerade mal 16 Schulwochen hinter uns haben.“ Ein wesentlicher Bestandteil seien die Chorprobentage auf Norderney. „Vier Tage, wo intensiv geprobt werden kann, wo die Musik im Mittelpunkt des Tages steht. Dafür, dass Sie das unseren Schülern ermöglichen und mit ihrer Begeisterung und ihrem Engagement unsere Schüler auch begeistern und zum Musizieren bringen, möchte ich Ihnen danken“, sagte Sylva Schlie mit Blick auf Timm Hartmann, dem sie später für seinen Einsatz einen prächtigen Blumenstrauß überreichte.

 
Mit großer Sangesfreude
Stimmgewaltig, ausdrucksstark und mit großer Sangesfreude interpretierten die Kinder und Jugendlichen dann traditionelle und neue Musik, oftmals sogar mehrstimmig. Wie zum Beispiel das „Gloria in excelsis Deo“ oder „Magnificat“. Besonders feierlich wurde es, als von Felix Mendelssohn die Weihnachtshymne erklang oder der Solochor „Laudate Dominum omnes gentes“ von Antonio Vivaldi zu Gehör brachte. Ein besonderer Glanzpunkt im Programm war der Auftritt von Merle Kleine-Heitmeyer, die mit ihrer facettenreichen Stimme das „Hallelujah“ von Leonard Cohen sang. Kongenial wurde sie von Lena Höhnke am Klavier begleitet. Mit jedem Stück, das die Chöre nun engelsgleich sangen, kamen sie der Geburt Jesu immer näher.

 
Frohe Botschaft hörbar
So sang der Solochor mit ansteckender Begeisterung „Ich weiß, dass mein Erlöser lebet“ von Händel. Kein ganz einfaches Stück, das die Choristen aber gut meisterten. Wie auch der Junior- und Solochor „Als ich bei meinen Schafen wacht“ (Köln 1623). Mit „Fürchtet euch nicht“ wurde die frohe Botschaft hörbar. Nachdem alle gemeinsam das altbekannte „Macht hoch die Tür“ gesungen hatten, wollten sich Junior-, Mittel- und Oberstufenchor mit „Tollite hostias“ (Oratorio de Noel, Schlusschor) von Camille Saint-Saens verabschieden. Doch stehende Ovationen und Beifallsstürme sorgten für eine Zugabe: „Ubi sunt gaudia“.