Kenias Kinder sind Thema der Wittlager Sternsinger


„Gemeinsam für Gottes Schöpfung“ lautet das Motto der Sternsingeraktion, für die sich Kinder und Jugendliche der katholischen Kirchengemeinden in ganz Deutschland bereit machen. Auch in den Pfarreien des Wittlager Landes werden die Sternsinger am Wochenende des Dreikönigsfestes unterwegs sein, um den Segen für das Neue Jahr zu bringen und um eine Spende für notleidende Kinder zu bitten.
Das Sternsingen ist ein katholischer Brauch, der sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Seit 1959 gibt es in Deutschland die vom Kindermissionswerk zentral betreuten alljährlichen Sternsingeraktionen, bei denen Kinder und Jugendliche als die Drei Könige verkleidet den Segen für das Neue Jahr in die Häuser bringen und um eine Spende bitten. Gesammelt wird meist für Entwicklungshilfeprojekte, die weltweit Kindern in Not helfen. Neben diesem karitativen Aspekt geht es den Initiatoren aber auch darum, bei den Kindern und Jugendlichen hierzulande das Bewusstsein für die Bedürftigkeit ihrer Altersgenossen in der Dritten Welt zu wecken. Dies geschieht in jedem Jahr am Beispiel eines jeweils ausgewählten Landes, dessen Lebensbedingungen den Sternsingern vorgestellt werden. Bei der Aktion Dreikönigssingen 2017 ist Kenia dieses Beispielland, genauer gesagt die Region Turkana, eine der ärmsten Regionen des Landes. Dort bekommen die Menschen den Klimawandel hautnah zu spüren: Sie leiden unter langen Dürreperioden und darunter, dass der Turkana-See, der sie über die Jahrhunderte mit seinem Fischreichtum ernährte, mehr und mehr austrocknet und versalzt.

 
Alle mitmachen!
Auch die katholischen Kirchengemeinden des Altkreises Wittlage nehmen in jedem Jahr an der Aktion teil. Bei den Vorbereitungstreffen, von denen die ersten auch bereits in Bad Essen, Bohmte, Hunteburg und Ostercappeln stattgefunden haben, erfahren die Sternsinger dieses Jahres, wie wichtig ihr Engagement für Kinder ist, die vom Klimawandel direkt betroffen sind. Gerade das Beispiel der Region Turkana zeigt, welch schwerwiegende Folgen die Veränderungen des Weltklimas auch und ausgerechnet für Menschen haben, die am wenigsten dazu beigetragen haben. „Damit unsere Hilfsaktion auch gut gelingen kann, sind wir natürlich auf viele Kinder und Jugendliche angewiesen, die mitmachen“, sagt Rainer Gelhot, Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Ostercappeln. Schließlich macht Sternsinger zu sein auch viel Spaß – bei den Treffen, beim Singen der Lieder, beim Basteln, beim Verkleiden und natürlich am Dreikönigstag, wenn es neben der Spende auch meist etwas Süßes für die Drei Könige gibt.

 
Als Drei Könige unterwegs
Die nächsten Vorbereitungstreffen finden zu folgenden Zeiten in den jeweiligen Pfarrheimen statt: St. Marien Bad Essen: Mittwoch, 21. Dezember, und Mittwoch, 4. Januar, jeweils um 17 Uhr; St. Marien Schwagstorf: Mittwoch, 28. Dezember, um 14.30 Uhr, und Freitag, 6. Januar, um 14 Uhr; St. Johannes der Täufer Bohmte: Freitag, 6. Januar, 15 Uhr. Die Aussendungsgottesdienste werden in Bad Essen, Ostercappeln und Schwagstorf am Sonntag, 8. Januar, zeitgleich um 9 Uhr in den Kirchen gefeiert. Anschließend gehen die Gruppen zu den Häusern der Gemeinde. Für die Bewohner von Bad Essen und Venne gilt dabei, dass sie sich bitte in die in der Kirche ausliegende bzw. unter www.st-marien-bad-essen.de oder www.st-marien-schwagstorf.de aufrufbare Liste eintragen möchten, wenn sie einen Besuch der Sternsinger wünschen. In Bohmte werden die Sternsinger bereits am Samstag, 7. Januar, um 9.30 Uhr in der Heiligen Messe ausgesendet; in Hunteburg am Sonntag, 8. Januar, um 9.50 Uhr.