23 Jahre für den Hunteburger Weihnachtsmarkt aktiv


Manfred Storck ist seit Beginn des Hunteburger Weihnachtsmarktes dabei, also sozusagen ein „Mann der ersten Stunde“. Er hat alle Veränderungen aktiv begleitet, immer bei der Organisation mitgeholfen und im Hintergrund für die Finanzen gesorgt.
Am Sonntag findet die 23. Auflage des Weihnachtsmarktes im Hof des Gasthauses Trentmann statt. Am Samstag gibt es zuvor das Weihnachtsleuchten mit langem Einkaufstag. Ausrichter ist erneut die Hunteburger Werbegemeinschaft.
„Wenn ich eine Tätigkeit in irgendeinem Verein mache, dann bin ich dabei, dann kann man auf mich zählen“, betont Manfred Storck, der sich ehrenamtlich – früher als aktiver Feuerwehrmann oder als jahrzehntelanges aktives Mitglied im Arbeitskreis Hunteburger Ponymarkt – immer hundertprozentig engagiert. Die Werbegemeinschaft habe zwar rund 50 Mitglieder. „Aber es sind immer dieselben, die Arbeit übernehmen“, sagt der gebürtige Hunteburger etwas resigniert.

 
Hunteburger Werbegemeinschaft
1993 sei die Gründung der Hunteburger Werbegemeinschaft (HWG) erfolgt. „Die Weihnachtsmärkte fingen an, waren lange noch nicht überall. Da haben wir gesagt: Wenn wir uns da engagieren wollen, müssen wir damit anfangen. Auch, um den Anschluss nicht zu verpassen“, blickt der Raumausstattermeister auf die Anfänge zurück. Und so startete die HWG mit ihrem Weihnachtsmarkt anfangs auf dem Schulhof der Wilhelm-Busch-Schule unter der Leitung von Klaus Weise. Heute obliege die Leitung Marktmeister Olaf Wustrack in Kooperation mit Friedel Trentmann.

 
Nicht das richtige Flair
Doch: „Der große Schulhof hatte nicht das richtige Flair“, erläutert der Vater von zwei erwachsenen Töchtern, der seit zehn Monaten zudem stolzer Opa von Zwillingen ist. So habe man in den Hof des Gasthauses Trentmann gewechselt. „Dort ist es heimeliger, schöner“, schwärmt er.
1993 seien es sogleich rund zehn Aussteller gewesen; die Bewirtung habe die Hunteburger Wirtegemeinschaft gemanagt. Heute seien es 15 bis 18 Beschicker; für die Bewirtung sorge Friedel Trentmann. Auch das Programm habe sich im Laufe der Jahre gewandelt. „Aber der Posaunenchor ist und war immer dabei“.

 
Für den Losverkauf zuständig
„Ich bin in erster Linie für den Losverkauf zuständig“, geht Manfred Storck auf eine seiner Aufgaben im Rahmen des Weihnachtsmarktes ein. Finanziell „wuppe“ die Werbegemeinschaft den Markt allein, so der Kassenwart, der deshalb auch die Mitgliedsbeiträge verwaltet. Und: „Wir haben in den letzten Jahren die neue Weihnachtsbeleuchtung mit rund 60 Weihnachtssternen komplett finanziert.“
Viele Jahre war er auch beim Auf- und Abbau des Weihnachtsmarktes mit im Boot. Seit rund zehn Jahre hätten das allerdings die jungen Leute des HuBa Zeltlagers übernommen, „sodass wir aus dieser Nummer raus sind“, erklärt Storck lachend, der früher ebenfalls mit seinem Lkw die Bühnenteile zum Markt fuhr. Auch das übernehme nun das HuBa-Team. HuBa steht für Hunteburg-Bad Essen.

 
Helfer im Hintergrund
Während des Weihnachtsmarktes steht Manfred Storck immer als Helfer im Hintergrund bereit. Zum Weihnachtsleuchten am Samstagabend verteilt er zum Beispiel mit seinen Töchtern Simone nebst Ehemann und Kerstin 400 Flammschalen in Hunteburg, um den Ort zauberhaft zu illuminieren. Manchmal seien auch die Söhne der ersten HWG-Vorsitzenden Christine Bullermann dabei. „Wir zünden die Schalen auf dem Lkw an und verteilen sie dann an beiden Straßenseiten. Das ist manchmal schon etwas gefährlich. Aber es sieht gut aus“, zeigt sich Storck begeistert, der in den ersten Jahren in seinem Kombi die Flammschalen auf dem Beifahrersitz anzündete.

 
Eine Heidenarbeit
„Mein Bruder Rainer hat mitgeholfen, aber das war eine Heidenarbeit. Und der Wagen war verräuchert“, erzählt er lachend. Heute sitze er auf der Ladefläche des Lkw und zünde die Schalen an. „Die Mädels verteilen sie dann. Es halten manchmal auch spontan wildfremde Leute hinter uns an, steigen aus und fragen: Woher habt ihr diese tolle Idee her?“, berichtet der Hunteburger. Die Schalen würden in etwa von 16.30 bis 23 Uhr brennen.

 
Umfangreiche Buchführung
Manfred Storck ist aber auch für die Buchführung der Hunteburger Gutscheine, die es seit 13 Jahren gibt, verantwortlich. Er ist in allen Betrieben der Werbegemeinschaft gültig, die zwei Prozent des umgesetzten Gutscheinbetrages eines Jahres für einen gemeinnützigen Zweck in der Ortschaft Hunteburg spendet. Der Erlös wird immer während des Weihnachtsmarktes übergeben. „Die Gutscheine sind eine Erfolgsgeschichte. Ich denke, es sind dieses Jahr auch wieder über 25.000 Euro, die an Gutscheinen verkauft wurden.

 
Den Markt erhalten
Für die kommenden Weihnachtsmärkte wünscht sich Manfred Storck: „Dass er uns erhalten bleibt, da der Termin dritter Advent nicht unbedingt der günstigste ist. Dass wir immer wieder Aussteller haben und dass der Markt weiterhin so gut besucht wird.“